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So sehen Sieger aus - Vorlesewettbewerb der Heinrich-Böll-Schule in der Stadtbibliothek

Alleine vor Publikum lesen – dieser Herausforderung stellten sich die 12 Schülerinnen und 1 Schüler, die am Vorlesewettbewerb der Heinrich-Böll-Schule, der auch in diesem Jahr seinen Austragungsort in der Stadtbibliothek fand, teilnahmen. Sie alle hatten bereits gewonnen, waren sie doch im Vorentscheid des Wettbewerbes als Klassensieger hervorgegangen. Nun galt es, den Schulsieger zu ermitteln, der im kommenden Jahr am Regionalentscheid des vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstalteten Vorlesewettbewerb teilnehmen wird.

Nachdem Rektor Erich Münz die Schüler mit aufmunternden Worten begrüßt hatte, konnten die Teilnehmer ihr Können präsentieren. Mucksmäuschenstill war es, als die Vorleser zunächst einen jeweils von ihnen selbst gewählten Buchtitel vorstellten und daraus einen 3-minütigen Auszug lasen. Gespannt lauschte die Zuhörerschaft, die aus Angehörigen der Teilnehmer  sowie Schülerinnen und Schülern der Klasse 5e der Heinrich-Böll-Schule und ihrem Klassenlehrer, Herrn Laubach, bestand,  den lustigen, spannenden und fantasiereichen Textpassagen.

Nach einer kurzen Pause, in der es für alle Anwesenden Getränke und Knabbereien gab, ging es im zweiten Durchgang darum, einen den Teilnehmern unbekannten Text vorzulesen. Hierfür hatte Stephanie Bopp, eine Lehrerin der Heinrich-Böll-Schule, die auch in diesem Jahr den Wettbewerb organisierte, den Titel „Ellie findet das Glück“, eine humorvolle, zu Herzen gehende Hundegeschichte von W. Bruce Cameron ausgewählt. Mit den Worten, dass Versprecher nicht automatisch eine schlechtere Bewertung zur Folge hätten, gelang es ihr, den Vorlesern ein wenig von der noch immer vorhandenen Aufregung zu nehmen. Nachdem auch dieser Teil des Wettbewerbs von allen gemeistert wurde, zog sich die Jury zur Beratung zurück.

Schließlich standen die Sieger des diesjährigen Lesewettbewerbs fest. Den ersten Platz belegte Jaline Iglauer, die die Jury mit einer im richtigen Tempo und mit guter Betonung vorgetragenen Textpassage aus „Rattenburger“ von David Walliams überzeugte. Auch der unbekannte Text wurde von ihr flüssig und souverän vorgelesen. Platz zwei ging an Suzana Pryputniewicz, gefolgt von Sophia Röll, die den dritten Platz belegte.

Die drei Erstplatzierten wurden jeweils mit einem vom Förderverein der Heinrich-Böll-Schule gestifteten Buchgutschein und einem kleinen Präsent belohnt. Zudem wird Jaline Iglauer, deren Schulsieg von allen mit Jubel gefeiert wurde, als Gewinnerin des Wettbewerbs im nächsten Jahr am Regionalentscheid teilnehmen. Für alle Teilnehmer gab es eine Urkunde.

Auch in diesem Jahr wurde deutlich: Der seit Jahren von der Heinrich-Böll-Schule gemeinsam mit der Stadtbibliothek durchgeführte Lesewettbewerb wurde auch 2018 von allen Teilnehmern begeistert aufgenommen und ist ein Beweis dafür, dass die Leselust bei Kindern auch im digitalen Zeitalter ungebrochen ist.